| Kontakt: Dr.-Ing. Berthold Schäfer Tel.: 030/726 19 99-24 b.schaefer@bvbaustoffe.de |
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Deutsche Normungs- strategie |
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BDI-Position Normung |
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| Links: Deutsches Institut für Bautechnik |
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| Deutsches Institut für Normung |
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| European Commitee for Standardization |
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Technik und Normung
Die Normung von Baustoffen ist ein wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument, um Anwendungs- und Handelsbarrieren auf nationaler Ebene und im europäischen Binnenmarkt abzubauen. In den baurechtlichen Vorschriften wird ausdrücklich auf die Baustoffnormen Bezug genommen. Das Baurecht wird dadurch von technischen Details entlastet. Im Normungsprozess werden alle interessierten Kreise beteiligt, so dass eine hohe Akzeptanz am Markt sichergestellt ist. Baunormung ist damit eine unverzichtbare Grundlage für qualitätsgerechtes und wirtschaftliches Bauen und hat einen hohen Einfluss auf die Investitionstätigkeit im Baubereich.
Für die Unternehmen der Baustoffindustrie sind Normung und Standardisierung strategische Instrumente zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, auch um Innovationen erfolgreich am Markt etablieren zu können. Bau(stoff)normen führen darüber hinaus zu einer Minderung des Haftungsrisikos sowie der Produktions- und Vertriebskosten.
Auf EU-Ebene steht heute der sogenannte New Approach mit dem Ziel einer stärkeren Deregulierung und Harmonisierung im Vordergrund. Danach legt die Politik grundlegende Anforderungen durch Rechtsvorschriften fest, während die konkrete Ausgestaltung durch harmonisierte Normen und Zulassungen erfolgt. Schon die aktuelle Bauproduktenrichtlinie basiert auf diesem Ansatz. Der BBS setzt sich mit seinen Mitgliedern dafür ein, dass der bürokratische Aufwand bei der Einführung der harmonisierten europäischen Normen minimiert wird. Zugleich ist die Anwendung von Baustoffen in der Baupraxis, die vor allem durch nationale Anforderungen bestimmt wird, abzusichern. Derzeit wird in Brüssel an der künftigen Bauproduktenverordnung gearbeitet. Der BBS bringt hierbei seine Anliegen direkt und über die Vereinigung Europäischer Baustoffhersteller (CEPMC) ein.
Die Erstellung von Normen im Bereich des Verbraucherschutzes und die umweltpolitischen Anforderungen an die Bau- und Baustoffnormung haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Bereits 1992 wurde zwischen dem Deutschen Institut für Normung (DIN) und dem Bundesumweltministerium eine Vereinbarung über die Berücksichtigung von Umweltbelangen getroffen. Die EU-Kommission hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die Prüf- und Bewertungsverfahren für Bauprodukte im Hinblick auf potentielle Emissionen zu vereinheitlichen. Möglichst viele Bauprodukte sollten in eine europäische „Positivliste" aufgenommen werden, um unnötigen Prüfaufwand zu vermeiden. Die Baustoffindustrie ist sich ihrer Verantwortung in Sachen Umwelt bewusst und dokumentiert, zum Beispiel durch transparente Umweltproduktdeklarationen, den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte.
Im Rahmen der nationalen Normungs- und Standardisierungsarbeit engagieren sich der BBS und seine Mitglieder in den DIN-Beiräten der Normenausschüsse „Bauwesen" (NABau) und „Grundlagen des Umweltschutzes" (NAGUS) sowie in der Kommission „Mittelstand". Darüber hinaus bestehen enge Kontakte zu weiteren öffentlichen und privaten Institutionen auf nationaler und europäischer Ebene, etwa zum Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), zum Institut Bauen und Umwelt (IBU) oder zur europäischen Normungsorganisation CEN.
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