Bauen erfüllt soziale Grund-
bedürfnisse

Bauwirtschaft steht für 10% des
Bruttoinlandsprodukts

Baustoffindustrie ist der
Innovationsmotor

Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft steht einschließlich der vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige für rund 10 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Insgesamt werden hier fast 5 Mio. Menschen beschäftigt. Die Wertschöpfungskette Bau ist für die gesamte Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung. In 2016 beliefen sich die in Deutschland getätigten Bauinvestitionen auf über 300 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 61 Prozent auf den Wohnungsbau, 27 Prozent auf den Wirtschaftsbau und 12 Prozent auf den öffentlichen Bau. Innerhalb der Wertschöpfungskette Bau gilt die Baustoffindustrie aufgrund ihrer modernen, automatisierten Produktionsprozesse und ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Produktbereich als Innovationsmotor.      

Wohnungsbau-Investitionen

Obwohl der Wohnungsbau in den letzten Jahren von niedrigem Niveau aus angezogen hat, wird vielerorts immer noch zu wenig gebaut – insbesondere im unteren und mittleren Preissegment. 2016 sind rund 280.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, wäre jedoch der Bau von jährlich etwa 400.000 Wohnungen erforderlich. Die Politik hat zwar erste Maßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum getroffen, zum Beispiel die Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau. Hingegen stehen die Schaffung besserer steuerlicher Anreize für den Mietwohnungsbau, die Einführung einer Wohneigentumsförderung sowie die Vereinfachung des Bauordnungsrechts noch aus.

vgl. Wohnungsbau

Energetische Sanierung

Die Steigerung der Energieeffizienz im Immobiliensektor ist einer der Schlüssel für die Umsetzung der Energiewende. Allerdings fällt die Sanierungsquote mit rund einem Prozent pro Jahr viel zu niedrig aus. Um das im Gebäudebereich vorhandene Energieeinsparpotenzial auszuschöpfen, müssen wirksame Anreize gesetzt werden. Zudem sollte der Ersatzneubau der Vollsanierung bau- und förderrechtlich gleichgestellt werden.

vgl. Wohnungsbau

Öffentliche Investitionen

Bei den öffentlichen Investitionen besteht erheblicher Nachholbedarf. Immerhin wurden die Investitionen in die Bundesverkehrswege zuletzt deutlich aufgestockt. Auch die Investitionsspielräume der Kommunen wurden durch Sonderprogramme verbreitert. Gleichwohl summiert sich der kommunale Investitionsstau nach Erhebungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf rund 130 Mrd. Euro. Die Investitionen der öffentlichen Hand müssen auf höherem Niveau verstetigt bzw. kontinulierlich der realen Wirtschaftsentwicklung angepasst werden. Zudem sind personelle Kapazitäten und behördliche Strukturen so aufzubauen, dass die zur Verfügung stehenden Gelder effizient abfließen können. Hierzu kann auch ein modernes Planungs- und Genehmigungsrecht beitragen.

vgl. Infrastruktur/Logistik

Themen und Ziele kompakt

  • Verbesserung der Investitionsbedingungen im Wohnungsbau
  • Weiterentwicklung der Sanierungsförderung
  • Ausweitung und Verstetigung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen

Kontaktieren Sie uns

Christian Engelke

Geschäftsführer Wirtschaft
030/726 19 99-29
c.engelke@bvbaustoffe.de


Publikationen

Bestandsersatz 2.0 Potenziale und Chancen

5 MB

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Impulse pro Kanal: Inspektion, Sanierung, Erneuerung

6 MB

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