Sichere Versorgung mit
heimischen Rohstoffen

650 Mio. t Primär- und Sekundär-
rohstoffe pro Jahr

Renaturierung schafft
Biodiversität

Rohstoffe

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe ist ein wichtiger Faktor zur Sicherung des Standorts Deutschland. Die temporäre Inanspruchnahme der Abbauflächen erfolgt umweltschonend. Durch eine ausgefeilte Renaturierung trägt die Steine-Erden-Industrie zur Biodiversität bei. So bieten nicht nur ehemalige, sondern auch betriebene Abbauflächen wertvollen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Auch bei der Verwertung von Sekundärrohstoffen kann die Branche mit hohen Quoten aufwarten.

Entwicklung der Rohstoffnachfrage

Der bbs hat die volkswirtschaftliche Bedeutung mineralischer Rohstoffe durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und die Aachener Ingenieurgesellschaft SST analysieren lassen. Danach dürfte die Nachfrage nach primären Steine-Erden-Rohstoffen bei geringer wirtschaftlicher Dynamik mit 523 Mio. t in 2035 nur leicht unter dem Stand von 2013 (544 Mio. t) liegen. Bei stärkerem Wirtschaftswachstum steigt die Nachfrage auf 650 Mio. t im Jahr an. Zugleich trägt der Einsatz von Sekundärrohstoffen (insgesamt rund 100 Mio. t pro Jahr) zur Ressourcenschonung bei. Mit einer Substitutionsquote von 15 Prozent ist die Branche ein Eckpfeiler der Kreislaufwirtschaft.

vgl. Umwelt

Rohstoffstrategie und Rohstoffsteuern

Die Steine-Erden-Industrie setzt sich konsequent für die Verwertung von Sekundärrohstoffen und die Steigerung der Biodiversität ein. Im Gegenzug ist die kapitalintensive Branche auf faire Rahmenbedingungen angewiesen. Rohstoffsteuern haben aufgrund der bedarfsdeckenden Produktion keine ökologische Lenkungswirkung. Sie würden lediglich die Kosten für die Verbraucher einschließlich der öffentlichen Hand in die Höhe treiben. Darüber hinaus drohen derartige Abgaben den Unternehmen Mittel für Investitionen zur weiteren Steigerung der Ressourceneffizienz zu entziehen. Beim Ressourceneffizienzprogramm des Bundes (ProgRess I und II) ist daher zu Recht auf die Einführung von Rohstoffsteuern verzichtet worden. Auf europäischer Ebene hat die „Innovationspartnerschaft Rohstoffe“ wertvolle Impulse gesetzt. Danach trägt eine wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung aus heimischen Quellen zur Stabilisierung der industriellen Basis bei. Die Rohstoffstrategie muss auf nationaler Ebene fortgeführt werden. Dabei steht unter anderem eine bundesweite Verbesserung der Raumplanung auf der Agenda.

vgl. Umwelt

Weitere Handlungsfelder

Zur Dokumentation der Beiträge, die die Steine-Erden-Industrie zum Schutz der Artenvielfalt leistet, soll in enger Kooperation mit den rohstofffördernden bbs-Mitgliedern eine bundesweite Biodiversitätsdatenbank aufgebaut werden. Darüber hinaus unterstützt der bbs gemeinsam mit dem Bundesumwelt-ministerium und weiteren Institutionen das Netzwerk „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“. Zu den rohstoffpolitischen Aktivitäten gehört auch die Mitarbeit in der „Extractive Industries Transparency Initiative“ (EITI), durch die Zahlungsströme zwischen Rohstoffwirtschaft und Staat offengelegt werden. EITI soll der Stärkung von globaler Transparenz und Good Governance dienen.

vgl. Steuern

Themen und Ziele kompakt

  • Faktenbasierte Kommunikation zur Rohstoffversorgung
  • Rohstoffstrategien auf nationaler und EU-Ebene
  • Innovatives Planungs- und Genehmigungsrecht (Ökokonten etc.)

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Wolf Müller

Geschäftsführer Recht
030/726 19 99-28
w.mueller@bvbaustoffe.de

Christian Haeser

Koordinierung Rohstoffpolitik
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Publikationen

bbs-Rohstoffstudie

3 MB

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Gemeinsame Erklärung Rohstoffsicherung

647 KB

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