Investitionen in Neubau
und Bestand

Bezahlbares Bauen und
Wohnen

Höhere Energieeffizienz im
Gebäudesektor

Wohnungsbau

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der in Deutschland neugebauten Wohnungen zwar spürbar gestiegen. Allerdings lag das 2015 erreichte Fertigstellungsniveau von knapp 248.000 Wohnungen immer noch weit unterhalb der Nachfrage. Aufgrund der gestiegenen Zuwanderung, der Binnenwanderung in die Städte sowie der geringen Bautätigkeit in der Vergangenheit besteht ein erheblicher Baubedarf.

400.000 Wohnungen pro Jahr erforderlich

Der Wohnungsmangel drückt sich hier in stark steigenden Mieten und Kaufpreisen aus, die das Wohnen unverhältnismäßig verteuern. Um den hohen Bedarf zu decken, ist daher der Neubau von mindestens 400.000 Wohnungen pro Jahr erforderlich, von denen ein Großteil im bezahlbaren Segment angesiedelt sein muss. Um dies zu ermöglichen, spricht sich der bbs gemeinsam mit der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ für verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen im Mietwohnungsbau, eine deutliche Ausweitung der Baulandbereitstellung sowie die Vereinfachung preistreibender Vorgaben im Baurecht aus. Darüber hinaus ist es angesichts der aktuellen Engpässe am Wohnungsmarkt erforderlich, den sozialen Wohnungsbau noch stärker öffentlich zu fördern.

In diesem Zusammenhang sind die Ergebnisse des von der Bundesregierung initiierten Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen, an dem auch der bbs aktiv beteiligt war, zu begrüßen. Nun kommt es darauf an, die im Rahmen des Bündnisses verabschiedeten Maßnahmen wie die 10-Punkte-Wohnungsbauoffensive schnellstmöglich umzusetzen.

Energetische Sanierungstätigkeit zu gering

Der Wohngebäudesektor ist auch bei der Umsetzung der Energiewende von größter Bedeutung. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Primärenergieverbrauch im Gebäudebestand bis 2050 um 80% gegenüber dem Niveau von 2008 zu senken. Um die aktuell viel zu geringe Sanierungstätigkeit anzukurbeln, spricht sich der bbs für die Einführung steuerlicher Anreize aus. Darüber hinaus sollte insbesondere für nicht mehr zeitgemäße Wohnungsbestände der 1950er und 1960er Jahre der Ersatzneubau als Variante der energetischen Sanierung gleichberechtigt in die Förderprogramme einbezogen werden.

Themen und Ziele kompakt

  • Stärkung des bezahlbaren Wohnungsbaus
  • Ausweitung der Baulandbereitstellung
  • Schaffung wirksamer Sanierungsanreize

Kontaktieren Sie uns

Christian Engelke

Geschäftsführer Volkswirtschaft
030/726 19 99-29
c.engelke@bvbaustoffe.de


Publikationen

Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen (Kernempfehlungen und Maßnahmen)

964 KB

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Positionspapier der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" zur deutschen Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie

366 KB

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