Bauen erfüllt soziale Grund-
bedürfnisse

Bauwirtschaft steht für 10% des
Bruttoinlandsprodukts

Baustoffindustrie ist der
Innovationsmotor

Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft steht einschließlich der vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige für rund 10 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Insgesamt werden hier fast 5 Mio. Menschen beschäftigt. Die Wertschöpfungskette Bau ist für die gesamte Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung. 2019 beliefen sich die in Deutschland getätigten Bauinvestitionen auf mehr als 370 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 61 Prozent auf den Wohnungsbau, 27 Prozent auf den Wirtschaftsbau und 12 Prozent auf den öffentlichen Bau. Innerhalb der Wertschöpfungskette Bau gilt die Baustoffindustrie aufgrund ihrer modernen, automatisierten Produktionsprozesse und ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Produktbereich als Innovationsmotor.   

Wohnungsbau-Investitionen

Obwohl der Wohnungsbau in den letzten Jahren von niedrigem Niveau aus angezogen hat, wird vielerorts immer noch zu wenig gebaut – insbesondere im unteren und mittleren Preissegment. 2019 dürften knapp 300.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein. Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, wäre jedoch der Bau von jährlich etwa 350.000 bis 400.000 Wohnungen erforderlich. Die Politik hat bereits Maßnahmen für mehr günstigen Wohnraum getroffen, zum Beispiel die Weiterführung der sozialen Wohnraumförderung durch den Bund und die Einführung einer steuerlichen Sonderabschreibung im Mietwohnungsbau. Darüber hinaus sind aber noch weitere Impulse erforderlich, etwa die deutliche Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau.

vgl. Wohnungsbau

Energetische Sanierung

Die Steigerung der Energieeffizienz im Immobiliensektor ist einer der Schlüssel für die Umsetzung der Energiewende. Allerdings fällt die Sanierungsquote mit rund einem Prozent pro Jahr viel zu niedrig aus. Um das im Gebäudebereich vorhandene Energieeinsparpotenzial auszuschöpfen, müssen wirksame Anreize gesetzt werden. Die Einführung der steuerlichen Förderung energetischer Sanierungen bei selbstgenutztem Wohneigentum war hier ein wichtiger erster Schritt. Allerdings sollte die Förderung auch auf vermietete Wohn- sowie Nichtwohngebäude erweitert werden. Zudem wäre es sinnvoll, den Ersatzneubau der Vollsanierung bau- und förderrechtlich gleichzustellen.

vgl. Wohnungsbau

Öffentliche Investitionen

In den vergangenen Jahren wurden die Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, etwa in die Bundesverkehrswege, deutlich aufgestockt. Auch die Investitionsspielräume der Kommunen haben sich erhöht. Gleichwohl summiert sich der kommunale Investitionsstau nach Erhebungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf rund 140 Mrd. Euro. Daher müssen die Investitionen der öffentlichen Hand weiter ausgeweitet bzw. auf hohem Niveau verstetigt werden. Zudem sind personelle Kapazitäten und behördliche Strukturen so aufzubauen, dass die zur Verfügung stehenden Gelder effizient abfließen können. Hierzu können auch weitere Modifikationen des Planungs- und Genehmigungsrechts beitragen.

vgl. Infrastruktur/Logistik

Themen und Ziele kompakt

  • weitere Verbesserung der Investitionsbedingungen im Wohnungsbau
  • Weiterentwicklung der Sanierungsförderung
  • Ausweitung und Verstetigung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen

Kontaktieren Sie uns

Christian Engelke

Geschäftsführer Wirtschaft
030/726 19 99-29
c.engelke@bvbaustoffe.de


Publikationen

bbs-Positionspapier „Bauwirtschaft und Logistik“

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Impulse pro Kanal: Inspektion, Sanierung, Erneuerung

6 MB

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